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UMF

24. August 2015

Eigentlich ist mir heute so garnicht nach einem Outfit-Post zu mute denn zur Zeit gehen mir so viele Sachen durch den Kopf, die absolut garnichts mit Klamotten zu tun haben und zum Glück habe ich dieses Outfit bereits nebenbei im Urlaub fotografiert. Da die Hose und das Top fair trade sind, möchte ich  euch den Look auch gerne zeigen.

Jedoch fehlte mir für neue Shoots in den letzten Tagen einfach die Kraft, was mitunter daran liegt, dass ich mich zur Zeit ausgiebig mit der Flüchtlingssituation befasse.

Ich zermatere mir den Schädel und überlege den gesamten Tag, was kann man mehr tun, als zu Spenden?

So sitze ich hier zum Beispiel seit zwei Tagen mit meinem Liebsten und überlege, ob wir nicht vielleicht in der Lage wären ein Flüchtlingskind aufzunehmen. Es gibt unheimlich viele Kinder, die ohne Begleitung reisen oder aber ihre Familien auf der langen Reise verloren haben.

Unser Älstester (8 Jahre) hat ein großes Zimmer in welchem durchaus ein zweites Bett stehen könnte. Er spielt Fußball im Verein und geht zum Reitunterricht. Er könnte doch ein guter Freund sein und einem anderen Jungen helfen sich hier in diesem fremden Land zurechtzufinden. Vielleicht könnten wir so einem Kind ein bisschen Glück, schöne Momente und Freude schenken.

Andererseits arbeite ich mich durch diesen Dschungel der Bürokratie und stoße auf Aussagen, wie: Das Kind, welches von Behörden lieblos UMF (unbegleiteter minderjähriger Flüchtling) genannt wird (ist das nicht schrecklich?), benötigt ein eigenes Zimmer, Paare die Kinder aufnehmen müssen verheiratet sein und und und…

Beide Anforderungen können wir nicht erfüllen und ich frage mich, ob diese notwendig sind, wenn man doch wirklich von ganzem Herzen helfen möchte. Ich fühle mich hilflos und erschöpft und ebenso abgeschreckt von diesen ganzen Auflagen. Womit ich nicht sagen möchte, dass ich es nicht wichtig finde, dass Familien die Flüchtlinge aufnehmen wollen, überprüft werden.

In unserem Falle frage ich mich nun: Ist spenden wirklich das einzige was wir tun können?

Sommer Outfit

 

 

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5 Comments

  • Reply Nadine 1. September 2015 at 8:14

    Liebe Rebecca!

    Die Flüchtlingssituation ist ein Drama, vor dem wir alle ziemlich ohnmächtig sind und wie uns fragen, was man tun kann und wie es weiter gehen soll. Ich finde es großartig, dass Du Dich so engagierst und sogar bereit wärst, ein Flüchtlingskind aufzunehmen. Bei allem Verständnis für die Verantwortung der Behörden ist es schon unglaublich, dass offenbar mehr Energie in die Bürokratie denn in wirkliche Hilfe gesteckt wird. Ist in Österreich übrigens mindestens genau so schlimm wie bei Euch in Deutschland.

    Trotz allem, Dein Look ist total süß und strahlt so ein herrliches Sommerfeeling aus. Mir gefällt vor allem die Rot-Blau-Kombination sehr gut.

    Liebste Grüße,
    Nadine

    http://nadinecd.blogspot.co.at

  • Reply liebe was ist 25. August 2015 at 16:26

    die Frage ob Spenden das einzige ist, was wir tun können oder sollen, habe ich mir in den letzten Tagen auch gestellt und wurde dessen belehrt, dass Nähe und Zuwendung genauso wichtig sind.
    jeder kann einen Freund gebrauchen, nicht wahr?! 🙂

    dein Outfit finde ich trotzdem wunderbar, habe direkt Lust auf Urlaub!

    <3 Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/

    • Reply beccs@ruhrstyle 26. August 2015 at 8:41

      Liebe Tina,

      da gebe ich dir vollkommen Recht. Nähe ist mit Sicherheit mindestens genauso wichtig wie die Versorgung mit Kleidung etc… Es war auch eher so gemeint, dass die Bürokratie Menschen, welche helfen wollen unheimlich einschränkt und viel zu viel Hilfe zurückweist. Wenn ich da nur an die Familie denke, um die Maddie von Dariadaria sich bemüht.

  • Reply Steffi 25. August 2015 at 14:55

    Da macht die deutsche Bürokratie einem nen Strich durch die Rechnung, und das weil man nur helfen will?! Nur dumm sowas! Ich finde es toll wie sehr du dich engagierst.
    LG Steffi

    http://www.redseconals.com

    • Reply beccs@ruhrstyle 26. August 2015 at 8:42

      Danke liebe Steffi. Ich schüttel ja des öfteren Mal den Kopf über unsere Bürokratie, aber zur Zeit kann ich garnicht mehr aufhören.

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