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second hand eine gute Wahl

6. September 2015

second hand shopping

Wie ihr ja wisst, habe ich mich vor einiger Zeit dazu entschieden vegan zu leben, auf Nachhaltigkeit zu achten, indem ich zum Beispiel second hand shoppe und sofern ich ein Kleidungsstück neu kaufe, dieses nur von slow fashion Lables zu beziehen. Das klappt auch wirklich sehr gut und ich fühle mich in keinster Weise eingeschränkt. Soviel vorab.

Nun erreichen mich aber immer wieder Fragen oder Aussagen bezüglich der “ hohen“ Preise von slow fashion Lables und ich möchte euch da nichts vormachen! Fakt ist, fair produzierte Kleidung ist nicht billig und natürlich kann diese mit Primark-Preisen und auch mit H&M Preisen nicht mithalten. Warum das so ist, liegt auf der Hand und muss wohl nicht weiter vertieft werden. Allerdings ist fraglich, ob jemand der bei Primark einkaufen geht, sich wirklich jemals Gedanken macht, wo diese Kleidung wie hergestellt wird. Ach shit, diesen Satz wollte ich mir verkneifen, aber ich kann nicht, ich kann nicht…Asche auf mein Haupt!

nachhaltig shoppen

Es gibt aber auch diese Menschen, die schon mehr als 5 Euro für ihr Shirt ausgeben, vielleicht sogar mehr als 30 Euro, oder mehr als 50 und diese denken, dann kann die Produktion ja nicht so schlecht verlaufen, ist ja kein Billig-Scheiß…Leider ist das ein großer Irrtum. Teure oder auch Luxus Lables setzen nicht unbedingt auf Fairness in der Produktion. Oft zahlt ihr lediglich den Namen. So hat Tommy Hilfiger beispielsweise in der selben Fabrik und unter den selben Bedingungen nähen lassen, wie Primark. Schon krass oder!?!

Eigentlich geht es mir in diesem Post aber um etwas anderes. Ich kann durchaus verstehen, dass nicht jeder mal eben 100 Euro oder mehr für eine Strickjacke von People Tree über hat und da nützen auch Sprüche nichts, wie lass das rauchen sein oder dann kaufst du halt nur eine Strickjacke anstatt drei usw… Manchmal gibt es Situationen, wo man einfach mal mehrere Teile auf einmal braucht.

In meinem Falle zum Beispiel, mit drei Kindern, die ständig und unheimlich schnell aus ihren Klamotten rauswachsen oder wo immer mal ein Teil kaputt geht, kann ich nicht sagen: Oh, ihr seit aus den Hosen rausgewachsen…okay, aber wir kaufen jetzt nur eine Jeans. Eine Kinderhose kostet zum Beispiel bei Hess Nature ab 39.90 Euro aufwärts…das mal drei und man ist schon bei knapp 120 Euro. Dann hat aber jedes Kind erst eine Hose und das reicht nie und nimmer.

In diesem Falle aber nach Primark, H&M, Zara und Co. zu rennen, kann ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Ich weigere mich strikt, diesen Verbrechern der Menschenrechte Geld in den Rachen zu werfen und da kommt meine Lösung ins Spiel! Einfach mal second hand kaufen. Und selbst wenn dann mal ein Teil von Zara oder Co. ist, so habt ihr wenigstens nicht diesen Laden an sich unterstützt.

Second Hand eine gute Wahl!

Bei Ebay findet man durchaus auch fair gehandelte Kleidung. Unter anderem von People Tree, Nomads, ARMEDANGELS und Hess Nature.

Eine weitere tolle Möglichkeit sind auch Trödelmärkte. Sehr nett für Frauen sind zum Beispiel der Klim Bim Mädelsflohmarkt, der an verschiedenen Standorten im Ruhrgebiet stattfindet oder aber Weiberkram, welcher in ganz NRW stattfindet. Auf dem Klim Bim Markt habe ich mir gestern übrigens ein Pulli von Cos für 5 Euro gekauft. Nicht schlecht, oder?

Für Kinder ist der Trödel am Kemnader Stausee in Bochum/Witten klasse. Dieser findet jeden Dienstag statt.

Nachhaltigkeit muss also nicht teuer sein. Ganz im Gegenteil: Gebraucht kaufen hat übrigens nicht nur preisliche Vorteile, sondern noch viele andere…dazu gibt es aber demnächst noch einen Post!

mit herz shoppen

 

Zu meinem Outfit:

-die Leggins ist vegan und von Relligions (über Ebay für knapp 8 euro bekommen)

-von welchem Label das Hemd ist, weiß ich nicht, da das Etikett entfernt wurde (ebenfalls über Ebay für knapp 12 Euro bekommen)

-die Schuhe habe ich schon lange. Sind vegan aber nicht fair produziert…(damals über ASOS gekauft)

-der Hut ist auch schon alt und ich meine von H&M

 

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6 Comments

  • Reply i-like-shoes 8. September 2015 at 13:54

    Versuche die Sache mit dem Konsum auch etwas einzudämmen in mehreren Bereichen, nicht so einfach in unserer Gesellschaft. Flohmärkte mag ich aber z.b. auch sehr gerne. Verkaufe häufiger selber mal etwas oder gehe eben dort mal shoppen. Findet man oft tolle Schätze!

    Liebe Grüße Ann-Kathrin

    http://www.i-like-shoes.de

    • Reply beccs@ruhrstyle 8. September 2015 at 14:03

      Das ist wahr! Es ist nicht einfach und die Medien und Co wissen zu verleiten… Da muss man immer wieder an sein Gewissen appellieren und sich die Schandtaten, welche getrieben werden bewusst machen.

      Flohmärkte sind wirklich großartig! Ich liebe es an Wochenende über die Märkte zu schlendern und nach Schätzen zu suchen.

  • Reply Carrie 8. September 2015 at 11:33

    great Outfit

    http://carrieslifestyle.com
    Posts online about Tuscany, Egypt, Miami…

    • Reply beccs@ruhrstyle 8. September 2015 at 13:33

      Thank you!

  • Reply Hella 8. September 2015 at 9:22

    Du hast so recht. Das Problem an Second hand ist für mich ein zeitliches. Es braucht viel mehr Muße und zeit nach Klamotten zu suchen. Aber ja, wenn ich jetzt endlich dazu komme meinen Kleiderschrank auszumisten werde ich beim neu ausstatten mehr auf Nachhaltigkeit achten. Ein schlechtes Gewissen habe ich leider immer, wenn ich bei H&M wieder zu einem 15Euro Shirt greife. 🙁 Danke für die tollen Tipps für!

    Liebe Grüße
    Hella von http://www.advance-your-style.de

    • Reply beccs@ruhrstyle 8. September 2015 at 13:53

      Liebe Hella,

      ein schlechtes Gewissen ist doch schon mal ein guter Anfang 😉 Da hast du vielen so einiges voraus. Bei mir war es bis vor einiger Zeit genauso und ich war eine wirklich tolle Künstlerin darin, mein schlechtes Gewissen zu verdrängen. Darüber habe ich hier mal einen Post geschrieben.
      Du wohnst doch in Berlin, richtig!?! Dort gibt es viele wunderbare second hand shops. Hier mal ein paar Beispiele:

      Secondherzog – für Designer Mode
      Pick n Weight -dort zahlt man nach Kilopreis
      Sommerladen – Marken wie Comme de Garcon und Hüftgold
      Das neue Schwarz – Marken wie Vivienne Westwood
      SOEUR – sehr unterschiedliche Labels

      Vielleicht ist ja ein Laden für dich dabei 🙂

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