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Natur: und meine Seele atmet

30. März 2016

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Eine angenehme Ruhe umgibt mich und ich nehme lediglich die vielen Geräusche der Tiere wahr. Bis auf der Wind sind auch keine anderen zu hören. Kraniche fliegen hoch über meinem Kopf hinweg und ihre Formation fasziniert mich so sehr, dass ich ihnen nachsehe bis sie von der endlosen Weite des Himmels verschluckt werden . Ich spüre wie meine Seele atmet und ich verbinde mich mit der Natur – nun geht es mir gut. Das Gefühl von grenzenloser Freiheit überkommt mich und ich wünschte, es würde für immer so bleiben… Doch während wir so durch das Land tuckern und tatsächlich sind wir bis jetzt in Deutschland geblieben, müssen wir feststellen, dass dieses wunderbare Freiheitsgefühl hier doch sehr schnell wieder gefesselt wird.

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Irgendwie und warum auch immer hat es uns an die Ostsee verschlagen. Viele schöne Örtchen haben wir durchfahren und auch das ein oder andere abgschiedene Plätzchen zum übernachten haben wir gefunden. Allerdings muss man diese Abgeschiedenheit auch regelrecht suchen, denn die Küstenabschnitte an der Ostsee sind voll. Voll mit Hotels, voll mit Bungalows und voll mit Menschen! Natürlich, gehören auch wir zu diesen Menschen, aber was das betrifft bin ich furchtbar egoistisch denn am liebsten hätte ich den Strand für mich allein, sobald ich meinen Fuß auf ihn setze. Ich möchte nicht beobachtet werden, wenn ich den Wind streichel und ich möchte Natur sehen, die in ihrer unaufgeräumten Natürlichkeit natürlich ist.

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Nur die Surfer stören mich nicht. Im Gegenteil, ich beobachte sie gern, wie sie auf ihren Brettern stehen und dem Meer ihr Vertrauen schenken, als wäre es ein großer blauer Uterus. Viele von ihnen sind ebenfalls auf der Suche nach der großen wilden Freiheit, ganz gelassen und mit der neverending Hoffnung auf die perfekte Welle. Sie erzählen von unberühten Stränden in Andalusien und mich packt das Verlangen unbedingt dort hin zu müssen. Vielleicht im Sommer! Dann werde ich mich auch mit strähnigen blonden Haaren aufs Board stellen und auf die ultimative Welle warten…wer weiß, wer weiß!

But back to Germany. Wir haben Usedom erreicht und ich bin geflasht von den endlos weißen Sandstränden die sich vor uns ausbreiten. Ich schaue aufs Meer und stelle mir vor, dass wenn ich wie Jesus über das Wasser laufen könnte, mal eben einen Abstecher nach Schweden machen könnte. Statt die 800 Meter von unserem Womo Stellplatz gerade runter zum Strand zu laufen, haben wir den Weg durch den Wald gewählt. Offensichtlich waren wir die einzigen, denn der Strandabschnitt, an dem wir rauskommen gehört uns. Keine Menschenseele hat sich hierher verirrt und wir wurden mal wieder darin bestätigt, dass sich so mancher Umweg durchaus lohnt.

ein strand für uns

unser strand

Mal sehen, wohin es uns heute zieht. Vielleicht nach Polen, da sollen ja so gar noch freie Wisents zu sehen sein. Vielleicht gibt es dort auch noch ein freies Plätzchen für uns.

be free

mit der Natur vereint

die kleine allee

kinder

natur pur

Fortsetzung folgt…

 

 

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12 Comments

  • Reply Isa 7. April 2016 at 14:41

    Den Rückzug in die Natur kann ich total gut nachvollziehen. Diesen Sommer packen wir auch wieder unseren Kleinen ein und genießen zwei Wochen Camping Brixen. Raue Natur ist genau das Richtige, um den Alltag hinter sich zu lassen und Energie zu tanken. Wisents in freier Wildbahn würden mich auch noch interessieren, vielleicht planen wir das für nächstes Jahr. 🙂

    • Reply beccs@ruhrstyle 12. April 2016 at 19:54

      Oh ja, wo kann man besser Energie tanken, als in der Natur!?! Seid ihr dann auch mit dem Womo unterwegs?

  • Reply Tina 3. April 2016 at 13:44

    Ein Strandabschnitt, an dem man nur für sich sein kann ist ein absoluter Traum. Ich kann es voll und ganz nachvollziehen, dass man manchmal auch die Abgeschiedenheit sucht – ein Ausflug in die Natur, bei dem man weitestgehend für sich selbst sein kann, hilft mir immer sehr die Akkus wieder aufzuladen und neue Energie zu tanken.
    Liebste Grüße

    • Reply beccs@ruhrstyle 4. April 2016 at 17:35

      So geht es mir auch! Die Natur gibt einfach unheimlich viel Kraft und lässt die Zeit ein bisschen langsamer fließen.

      liebste Grüße
      Rebecca

  • Reply Kea 3. April 2016 at 11:50

    Sooo schöne Bilder! Die Allee, der Strand und du mit Hund <3 <3 <3 Die Beschreibung, wie du dich mit der Natur verbindest – die hat mich ins Herz getroffen, genauso geht es mir auch! Am Liebsten würde ich den ganzen Tag draußen verbringen, egal, welches Wetter. Hm, vielleicht sollte ich doch meine Studienwahl überdenken und noch Försterin werden? 😉 Genieß die Freiheit!

    • Reply beccs@ruhrstyle 4. April 2016 at 17:38

      Das mit der Försterin ist doch eine wundervolle Idee liebe Kea.allerdings würdest du dich wahrscheinlich furchtbar ärgern, wenn die Gemeinden mal wieder Bäume zum fällen freigeben. Ich kann dieses Bild von abgeholzten Bäumen immer nur sehr schwer ertragen.

      Fühl dich gedrückt
      Rebecca

  • Reply Ildiko 31. März 2016 at 22:29

    Sehr cooler Text und schöne Bilder, da merke ich selbst richtig, wie es in mir durchatmet. Es erinnert mich stark an meine Sylt-Zeit, ich habe da 2,5Jahre gearbeitet und gelebt und habe auch die Zeit außerhalb der Saison am meisten geliebt und bin am liebsten an meinen freien Tagen am Strand spazieren gegangen, endlos, einfach ohne Sinn und Ziel, einfach nur das Meer, die Sonne, der Sand und ich… da denke ich jetzt direkt, dass ich da wiedermal hin müsste. 🙂

    • Reply beccs@ruhrstyle 4. April 2016 at 17:41

      Oh ja, Sylt ist auch wirklich ein wunderschönes Fleckchen Erde und wie du schon andeutest, am besten außerhalb der Saison. In der Hochsaison war es mir viel zu voll dort und ich habe mich etwas eingeengt gefühlt, aber wenn der Massenandrang wieder fort ist, kann man auf Sylt so viele schöne ruhige Plätze finden.

      liebe Grüße
      Rebecca

  • Reply Jenni 31. März 2016 at 22:02

    Hallo Rebecca!

    Ich habe nun endlich einmal die Zeit gefunden, wieder einmal bei dir vorbeizuschauen – ich liebe deine Artikel! Jeder von ihnen nimmt mich kurz aus dem Alltag und entführt mich in deine Welt – so auch dieser hier. Ich kann das, was du in Bezug auf die Natürlichkeit der Natur schreibst, sehr gut nachvollziehen. Am besten gefällt mir der Vergleich des Meeres mit einem großen Uterus. Ich habe kurz darüber nachgedacht, und glaube, du hast recht. Danke für diesen Anstoß und dafür, dass du deine nachdenklichen Reflexionen mit uns teilst! 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Reply beccs@ruhrstyle 4. April 2016 at 17:51

      Liebe Jenni,
      vielen Dank für deine wundervollen und berührenden Worte über meine Beiträge. Es tut sehr gut so etwas zu lesen und ich freue mich, wenn ich es schaffe dich mit auf eine kleine Reise raus aus dem Alltag zu nehmen. Zusammen ist es doch umso schöner 🙂

      liebste Grüße
      Rebecca

  • Reply liebe was ist 31. März 2016 at 18:14

    mir geht es oft genauso … einfach mal durchatmen, das braucht der Mensch!
    und gerade Ostern habe ich gemerkt wie wichtig es ist, sich diese Zeit auch zu nehmen … mit der Familie, in der Natur. es spielt fast keine Rolle wo das ist. irgendwo ist man dann doch immer zuhause 🙂

    ❤ Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/

    • Reply beccs@ruhrstyle 4. April 2016 at 17:57

      Wo man durchatmet ist im Grunde egal, hauptsache man tut es. Momentan passt bei uns der Spruch “ home is where you park it“ ganz gut und ich könnte mir sehr gut vorstellen immer im Womo zu leben und auf Tour zu sein. Hach wäre das traumhaft… Leider macht uns die Schulpflicht da schon wieder einen Strich durch die Rechnung.

      viele Grüße
      Rebecca

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