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Motivation: Ich kann das, ich mach das!

7. März 2016

Komfort-Zone

„Ich kann…“ sagte ich jeden Morgen immer wieder aufs neue zu meinem der Uhrzeit entsprechend sehr verschlafen aussehenden Spiegelbild. Ein Tipp den ich in etlichen Büchern gelesen hatte: sage dir jeden morgen was du schaffen kannst und zack, wirst du dich gleich besser und motivierter fühlen. Tatsache, der Motivationspush funktioniert und so balsamierte ich immer brav meine Seele mit wundervoll ausgewählten „Ich kann“ Sätzen. Scheiße nur, wenn man feststellt, dass man sich selbst verarscht; denn zwischen ich kann es und ich tu es liegen wahrlich Welten. So stand ich also irgendwann wieder vorm Spiegel und versuchte meine Motivation aus der Hängematte zu ziehen, als die mir kackendreist den Mittelfinger zeigte und auch noch richtig frech wurde: „Wozu soll ich aufstehen? Willst du mir wieder einmal erzählen, dass du heute Abend Sport machen kannst? Machst du doch eh nicht. Oder welche Träume und Ideen du schon bald verwirklichen kannst, wenn erst einmal dies und jenes und bla und blub. Tu es endlich oder lass mich hier in Ruhe meinen Cocktail schlürfen!“ Mist, meine innere Realität, der ich so oft ziemlich gekonnt etwas vorgegaukelt habe, war mir tatsächlich auf die Schliche gekommen.  Und jetzt saß ich da gefangen in der Frustrationsfalle ohne Motivation, weil die es sich sonst wo gut gehen ließ und mir blieb nichts anderes übrig, als zu lernen, dass nichts zur Veränderung führt ohne das ich etwas tue. Tja, da half nur Arschbacken zusammenkneifen und die gemütliche Komfort-Zone verlassen. Hello unbekanntes Terrain und hello Risiko.

Einfach mal machen und tun, war dank des Verstandes, der sich ja gerne auch mal ungefragt einmischt gar nicht so einfach. So fühlte ich mich nicht selten wie das Tau beim Tauziehen. Auf der einen Seite das verlockende Risiko ohne Versprechungen und auf der anderen der Verstand, der ja meint immer alles besser zu wissen. Dieser Kotzbrocken, der bis heute immer wieder versucht ein Gespinst aus Ängsten um mich herum zu weben! Doch ich bin ein echter Sturkopf und die Wutanfälle darüber, was ich nicht erreicht habe, weil ich es erst gar nicht versucht hatte wandelten sich in Mutanfälle, die mich immer öfter einfach mal machen ließen. Ob ich damit in den Augen anderer erfolgreich bin, ist sicherlich davon abhängig, wie man das Wort erfolgreich definiert, aber das soll nicht mein Problem sein, denn ich bin glücklich und somit auch erfolgreich. Ihr versteht sicher was ich meine. Ich will auch nicht lügen, wenn man einfach mal macht, legt man sich natürlich auch mal lang. Mir ist es oft passiert und es passiert mir auch heute noch, aber mittlerweile habe ich Übung im galant aufstehen, Krone richten und weitergehen. Ich bin mutiger, selbstbewusster und ehrlicher zu mir selbst geworden. Ich bin motiviert noch jede Menge einfach zu tun und ich kann nur jedem wärmsten empfehlen, nicht immer nur darüber nachzudenken, was du kannst, sondern es einfach mal zu machen und zu schauen ob es klappt. Was hat man zu verlieren? Wenn du es garnicht erst wagst, klappt es sowieso nicht. Wenn du scheiterst hat es zwar auch nicht geklappt, aber du hast es zumindest versucht. Und wenn du es tust und es funktioniert, ist vielleicht so gar einer deiner Träume wahr geworden.

Motivationspush

 

 

 

 

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2 Comments

  • Reply Dina 10. März 2016 at 14:44

    Ich liebe deine Texte einfach, seit ich deinen Blog gefunden habe. Das muss ich jetzt mal gesagt haben. 🙂 Zwischen können und tun liegen wirklich Welten, das hast du wunderbar auf den Punkt gebracht. Man denkt sich so oft, das kann ich – aber dann hadert man doch vor dem Tun und bleibt lieber still. Eigentlich schade, da man ja, wie du sagst, nichts – oder nur sehr wenig – zu verlieren hat in den meisten Fällen.

    Liebste Grüße aus Brixen Südtirol

    • Reply beccs@ruhrstyle 12. März 2016 at 19:20

      Es freut mich riesig zu lesen, dass dir meine Texte so gut gefallen und der nächste Beitrag ist auch schon in der Mache. 🙂

      Ich denke man sollte viel öfter einfach mal loslegen und nicht das Leben mit grübeln verbringen. Wir warten so oft auf die ein Chance und wenn wir Pech haben, warten wir unser Leben lang. Also lieber gleich anfangen mit dem, was wirklich Freude bereitet. 🙂

      liebste Grüße nach Tirol
      Rebecca

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