Blog Leben

Lieber Feuer als Asche

8. Januar 2016

Feuer und asche

Heute morgen sitze ich am Fenster, meine Augen spiegeln sich im frischgeputzten Glas. Vorher habe ich mich beschäftigt mit dem was so um uns herum passiert. Was ich davon jetzt habe, sind Steine im Bauch und ich frage mich, wo ist das Problem wenn man sich jetzt einfach fallen lässt. Ich habe keine Angst, denn diese führt zur Resignation und das ist nicht mein Stil, aber ich bin nachdenklich und erkenne abermals, dass das was im Leben wirklich zählt, leben ist.

Also beschließe ich in dem Moment, wo so vieles aussichtslos erscheint, Türen zu öffnen und Mauern zu sprengen. Erneut cutte ich die Fäden, die sich immer wieder im Normenknäuel verknoten wollen. Was nützt es schließlich auf klaren Linien zu balancieren, wenn der Blick nach vorn so unklar ist?

Ich lobe mich dafür nicht allzu weit in die Ferne zu schauen und bestätige mich in meinem täglichen Vorhaben, lieber jeden einzelnen Tag zu leben, als darüber nachzudenken, wo ich in 10 Jahren stehen möchte. Lieber Feuer als Asche sage ich zu mir…und zack, Blockaden brennen gerade nieder.

Ich brauche keine 100 Verpflichtungen, die mich zu nichts bringen. Also entscheide ich mich nur wenigen treu zu bleiben. Ich werde meinen Kindern eine gute Mutter sein, so wie meine mir eine war. Ich werde gegenüber den Menschen , die ich liebe und die mich lieben loyal bleiben. Ich werde die Verpflichtung erfüllen, mein Leben so zu leben, wie es mich glücklich macht und versuchen niemanden zu schaden. Denn das ist der Sinn! Leben ist ein Geschenk und Geschenke machen glücklich!

Wahrscheinlich denken nun einige: Wow, so viel Naivität in so wenigen Sätzen! Ja ja, das ich als naiv betitelt werde, ist mir nicht neu und das ist ok. Es entspricht auch nicht der Norm und der Gewohnheit eigene und ich meine wirklich eigene Wege zu gehen. Man will immer auf der sicheren Seite stehen! Doch welche ist die richtige? Was schützt uns wirklich vor den Gefahren die lauern?

Ich schaue in das frischgeputze Glas und sehe da ein bekanntes Gesicht. Ich erzähle meine Sichtweise und dann

sagt es zu mir: “ Gib nichts auf Spott und Hohn,

du bist ein Vagabund also geh schon

du gehörst dahin, wohin es dich zieht

du gehörst dahin, wo man dich auch sieht!

renne nicht, wenn du lieber gehen möchtest

sag keine Dinge die du selber nicht glaubst

bau auf die Leute, denen du vertraust…

Hör dir zu und denk nicht zu leise

wenn du es jetzt willst, geh auf deine Reise

Im frischgeputzten Glas sehe ich ein Köpfchen nicken. Ich öffne das Fenster und halte die Nase in den Wind. Ich atme den Duft der Freiheit und ich spüre das meine Sichtweise für mich persönlich richtig ist. Dennoch kommt da ein leicht mulmiges Gefühl auf, denn andere Sichtweisen zu haben, bedeutet auch immer Konfrontation. Menschen erwarten Erklärungen, Rechtfertigungen und am liebsten möchten sie dich zurückholen in ihr „sicheres“ Knäuel. Querdenker bringen alles durcheinander und dies führt zur nicht gewünschten Unruhe.

Doch ich bin gewappnet. Ich habe eine Antwort parat…

Ich stehe lieber im Feuer als in der Asche, denn mit dem Feuer kann ich spielen!

Texte zum nachdenken

 

 

 

 

 

 

 

You Might Also Like

2 Comments

  • Reply Sandy 14. Januar 2016 at 10:02

    Wow, was für ein schöner Text! Ich kenne das Gefühl, als Querdenker nicht immer erwünscht zu sein, sehr gut. Aber da sollte man drüber stehen und sein Leben mit den Menschen, die einen lieben, genau so leben. Es gibt genug, die der Masse folgen und dabei ihr Glück vergessen. Werde nicht eine von ihnen. <3

    Liebe, aufmüpfige Grüße aus Brixen Südtirol, Sandy

    • Reply beccs@ruhrstyle 15. Januar 2016 at 10:18

      Vielen Dank liebe Sandy. Ich bin immer froh von Menschen zu lesen, die ebenfalls aus der Masse ausbrechen und auch mal gegen den Strom schwimmen. Das ist doch auch gleich wieder motivierend.

      Übrigens habe ich mir gerade nochmal die Fotos vom Löwenhof angesehen. Die Lage ist ja ein Traum!

      viele liebe Grüße
      Rebecca

    Leave a Reply

    Top