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Landweg nach Griechenland

30. Juli 2015

So ihr Lieben heute berichte ich euch von unserem kleinen Abenteuer “ über den Landweg nach Griechenland mit drei Kindern und drei Hunden.“.

Unsere Strecke verlief – wie bereits im vorigen Post erwähnt- über Österreich, Ungarn, Rumänien und Bulgarien.

Der erste Part der Reise hat auch  ganz gut geklappt, was wahrscheinlich daran lag, dass wir Nachts losgefahren sind und die Temperaturen somit erträglich waren.

Wir haben einmal eine etwas längere Pause am Bach in der Nähe von Deggendorf (Bayrischer Wald) gemacht und sind dann bis kurz vor die ungarische Grenze durchgefahren(mal abgesehen von den ganzen Pipi-Pausen). Einmal haben wir eine Gruppe Flüchtlinge mitten auf der Autobahn gesehen, die zu Fuß Richtung Deutschland unterwegs waren. Darunter kleine Kinder und alle nur mit einem kleinen Rucksack bepackt! Dieses Bild lässt mich nicht mehr los und hat meine Stimmung ziemlich getrübt.

Kurz vor der Grenze haben wir uns auf einem Rasthof etwas ausgeruht und ein längeres Nickerchen gehalten. Dann ging es um die Mittagszeit weiter Richtung Ungarn. Die Temperaturen waren bereits zu dieser Zeit unerträglich, so das wir nach knapp 2,5 Stunden Fahrt wieder pausieren  mussten. Dazu muss ich sagen, dass uns ausgerechnet auf der Fahrt die Klimaanlage kaputt gegangen ist.

Erstaunlicherweise haben die Kinder super entspannt reagiert und uns nicht die Ohren voll gequängelt. Sie haben brav CD´s gehört, ich sehe was, was du nicht siehst gespielt oder gemalt.

An sich ist die Strecke durch Ungarn sehr trist. Nichts als Felder und immer nur geradeaus. Sprich, ziemlich langweilig und eintönig. Fotos machen hätte sich nicht gelohnt, da ihr nichts gesehen hättet außer Felder.

Der Grenzübergang nach Rumänien verlief Problemlos und ohne Stau. Ein kurzer Blick in die Kinderpässe und unsere Ausweise-das wars. Für die Hundepässe hat sich niemand interessiert.

Leider ging es auch in Rumänien vorerst  weiter mit der tristen Landschaft. Und, es wurde immer heißer. Die Temperaturen stiegen an auf 40 Grad. Also waren wieder etliche Pausen angesagt. Leider gab es weit und breit keine Wasserstellen. Erst kurz vor den Karpaten haben wir einen schönen Fluss zum baden und erfrischen gefunden.

Dort ändert sich auch endlich die Landschaft und es gibt viel schönes zu sehen. Ab hier fühlte man sich zurück versetzt in eine andere Zeit. Was ich meine könnt ihr unten im Video sehen. Die Leute sind in Rumänien übrigens alle sehr sehr freundlich und alle Gerüchte bezüglich versuchte Überfälle etc können wir nicht bestätigen.

Das einzige, was wirklich kaum erträglich ist, sind die ganzen Straßenhunde, die oft etweder bereits tot am Straßenrand liegen, oder aber in einem erbärmlichen Zustand sind. Ebenso viele Pferde, die vor die Heuwagen gespannt werden. Diese Tiere bestehen oft nur aus Haut und Knochen. Für mich waren diese Bilder die absolute Hölle.

In Rumänien fährt man fast ausschließlich über die Landstraße, welche aber in einem guten Zustand ist. Geschlafen haben wir dort in unserem Bus in einer Nebenstraße am Berghang.

Dann ging es weiter Richtung Bulgarien. Leider nur sehr schleppend, da das Termometer erneut bei 40 Grad lag. Die Kinder wurden auch so langsam ungeduldig und brauchten öfters eine Pause um sich von der Hitze im Auto zu erholen. Ebenso natürlich die Hunde!

Die Grenze nach Bulgarien konnten wir auch wieder schnurstracks überqueren und wieder wollte niemand die Europässe der Hunde sehen.

Ziemlich erschreckt hat mich die Stadt Sofia. Viele Gebäude sind bewohnt, obwohl sie kurz vor dem Verfall stehen oder teilweise ausgebrannt sind. Kurz nach der Stadt haben wir uns dann auch für ein Hotelzimmer entschieden und nicht erneut im Wagen geschlafen. Zum ersten Mal hatten wir auf dieser Strecke ein mulmiges Gefühl im Bauch.

Das Zimmer war allerdings sehr ordentlich, gut ausgetattet und sauber und mit 29 Euro für fünf Personen und drei Hunde ein absolutes Schnäppchen. Generell ist Bulgarien sehr sehr günstig.

Am nächsten Tag ging es dann etwas erholt, frisch geducht und motivierter weiter. Die Motivation hielt allerdings nicht allzu lange an, da auch an diesem Tag bereits um ca 10 Uhr unaushaltbare Temperaturen herrschten. Was wiederum bedeutete, dass wir – obwohl nicht weit von der griechischen Grenze entfernt- nur langsam und mit vielen Unterbrechungen vorwärts kamen.

Letztlich haben wir auch das letzte Stück ohne besondere Vorkommnisse gepackt und sind gut in Griechenland angekommen.

Die Kosten für diese Reise waren wie folgt:

Diesel knapp 300 Euro für 2500 km

Unterkunft 1x für 5 Personen 30 Euro

Essen insgesamt 50 Euro

 

Im großen und Ganzen kann ich diese Strecke nur empfehlen. Allerdings sollte die Klimaanlage funktionieren.

 

 

 

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