Blog Vegan

In your Face

12. Juni 2015

Blog Ruhrgebiet

Auch wenn es, was das erste Foto betrifft nicht so aussieht, aber heute gibt es einen Post der nichts für schwache Nerven ist. Heute gibts die Realität. Direkt und knallhart in your face!!!

Was mich dazu veranlasst etwas zu posten, worüber jeder bescheid weiß und wovor doch viele immer wieder die Augen verschließen?

Eine Frage begleitet von den immer wieder gleichen dummen Sprüchen und eine ziemlich dumme Aussage!

Die Frage: Warum bist du Vegetarier? Du isst meinem Essen das Essen weg.

Die dumme Aussage: Jetzt hast du zwar drei Hunde und Katzen bei dir aufgenommen, aber überleg mal wie eingeschränkt du dadurch bist, wieviel Zeit für die Tiere drauf geht und was die kosten!

Ich werde nun als erstes beantworten, warum ich vegetarier bin und eure dummen Sprüche nicht lustig finde. Menschen die die traurige Realität nicht verkraften können, sollten nun nicht weiterschauen! Seht hin und ihr wisst, warum ich auf Fleisch verzichte!!!

Massentierhaltung

Massentierhaltung

Ich kann einfach nicht ertragen, dass einem Lebewesen solches Leid angetan wird, nur damit ich etwas essen kann, auf das man durchaus verzichten könnte.

Meiner Meinung nach ist die Tierquälerei schon Grund genug um auf Fleisch zu verzichten aber abgesehen davon hier ein paar weitere Fakten:

Die Fleischproduktion umfasst den größten Verbrauch pharmazeutischer Mittel, was wiederum durch die Herstellung dieser zu Umweltbelastungen in enormen Ausmaß führt. Um diese Mittel zu entwickeln, werden Tierversuche mit Antibiotika, Färbemitteln, Wachstumsbeschleuniger, etlichen Hormonen und Impfstoffen durchgeführt. Mal ganz zu schweigen, vom enormen Wasserverbrauch! Für ein Kilo Rindfleisch werden ca. 30.000 L Wasser verschwendet. Schließlich müssen die Tiere bevor sie sterben fressen und das in großen Mengen. Also Wasser für die Felderbewässerung und letzlich für´s sauberhalten der unzähligen Schlachthöfe. Unfassbar, wenn man bedenkt, dass in vielen Teile der Erde Menschen verdursten! Auch schön, 51 % der Klimagase sind allein der Massentierhaltung zuzuschreiben!

Ja, was dies betrifft sehe ich schwarz und muss zum Lachen in den Keller gehen…

Und nun kommt mal meine Frage, die ich noch nie einem Fleischesser gestellt habe: Warum verzehrst du Fleisch und warum ist es dir egal, was die Tiere für deinen Genuss erleiden müssen? Was die Auswirkungen sind?

Versteht mich bitte nicht falsch. Ich verurteile niemanden der Fleisch konsumiert, jeder muss wissen was er tut,  aber ich habe das Recht darauf es nicht richtig zu finden!

Katze vs Schwein

Interessant ist auch, dass ich noch nie verlangt habe, dass sich ein Fleischesser vor mir rechtfertigt… Von mir wird es aber immer wieder erwartet. Über mich wird sich auch köstlich auf den Grillpartys amüsiert, aber wehe ich würde fragen ob das kleine Lämmchen, dass viel zu früh von der Mutter getrennt wurde, lecker schmeckt.

Liebe Fleischesser, von mir aus gehört zu den Milliarden Menschen die etwas falsches tun, aber verlangt nicht von Vegetariern oder Veganern, dass sie sich für eine richtige Entscheidung rechtfertigen!

Veggie Blog

Nun zu der dummen Aussage bezüglich meiner aufgenommenen Tiere!

Ihr lieben, die ihr euch offensichtlich so um meine private Zeit und mein Bankkonto sorgt, ich kann euch beruhigen! Mir geht es wirklich gut mit meinem kleinen Bauernhof. Ich fühle mich nicht eingeschränkt!

Im Gegenteil, ich bin glücklich über jeden Tag, den ich mit meinen vierbeinigen Freunden verbringen darf und an dem sie mir ihre Liebe schenken.

Dafür verzichte ich gern auf Prada und Gucci, auf Luxushotels in denen meine Hunde nicht erwünscht sind oder auf dergleichen. Es ist sogar so, dass ich es nicht als Verzicht ansehe! Ich hatte die Möglichkeit wunderbare Tiere zu retten und ihnen ein zu Hause zu geben. Dafür zeigen sie mir nun täglich ihre Freude und Dankbarkeit! Das machen Prada und Gucci nicht!

Tierschutz Blog

Da fällt mir aber gleich noch eine Frage ein, die mir öfters Mal gestellt wird…Warum holst du dann nicht wenigstens ein Hund vom Züchter?

Du weißt doch nicht, was diese Tierheimhunde schon alles erlebt haben! Die sind doch ganz oft verhaltensgestört!

Maya und Lullaby kommen beide aus Griechenland. Wusstet ihr, das dort  ca. 400.000 Strassenhunde leben und das jährlich ca. 10.000, kurz vor der beginnenden Urlaubssaison, durch Giftköder ermordet werden?

Tierquälerei stoppenEin guter Grund sich gegen einen Züchter zu entscheiden und einem Hund aus dem Tierschutz zu helfen. Bis jetzt konnte ich auch tatsächlich nicht feststellen, dass einer unserer Hunde geschädigt ist. Im Gegenteil, alle drei sind ganz besonders gut sozialisiert.

Nun kommen wir zu unserem dritten Hund Chips:

Tierschutz Blog

Chips saß unfassbare zweieinhalb Jahre in einem Tierheim in Frankreich. Niemand wollte ihn haben, was zum größten Teil an seiner Farbe liegt, denn viele Menschen in Frankreich glauben, dass schwarze Hunde Unglück bringen. Ein Aberglaube mit verherrenden Folgen!

Generell kann man kaum glauben was in einem so kultivierten Land für Missstände herrschen. Es gibt unzählige so genannte Auffangstationen (fourrières), welche in drei Arten gegliedert wird:

  • Die erste ist ein Tierheim, das einige seiner Käfige für die Mission des fourrière reserviert hat. Die fourrière-Abteilung ist für die Öffentlichkeit geschlossen. Einige Tierheime übergeben jedes Tier in ihre Tierheim-Abteilung, wenn die Periode von 8 Tagen zu Ende ist, andere übergeben nur einige von ihnen, und töten den Rest. Es ist fast unmöglich, Zugang zu diesen Tieren zu erhalten, bevor sie getötet werden.
  • Die zweite Art ist eine Einrichtung, gewöhnlich fourrière communale oder fourrière intercommunale genannt, gegründet von einer Stadt und verwaltet von öffentlichen Beamten. Solche Einrichtungen bieten ausgewählte Tiere örtlichen Tierheimen, sofern es welche gibt, oder Personen zur Adoption an. Wenn ein Tier weder von einem Tierheim gewollt noch von einer Person adoptiert wird, oder wenn es überhaupt nicht ausgewählt worden ist, wird es getötet, wenn die Periode von 8 Tagen zu Ende ist, oder wenn es keinen Platz mehr gibt.
  • Die dritte Art ist eine private Gesellschaft, auch Fang-Gesellschaft genannt. Der Gesellschaft wurde die fourrière-Mission auf ihre Bewerbung hin zugeteilt. Diese Gesellschaften sind private Gesellschaften mit einem kommerziellen Interesse. Sie erhalten auch öffentliche Gelder für ihre Dienstleistungen. Solch eine Gesellschaft muss die Tiere lokalen Tierheimen anbieten, wenn es welche gibt. Wenn keine Lösung für ein Tier gefunden wird, wird es getötet. Die am besten bekannte Tierschutzgesellschaft in Frankreich besitzt 70 % beziehungsweise 90 % der zwei größten Fang-Gesellschaften. Das macht die fourrière-Mission gewinnbringend und erlaubt das Ausgliedern der Tötungen.

 

Die Konsequenz: Die Tiere werden, unabhängig von Alter und Gesundheitszustand, nach Ablauf der Frist eingeschläfert (oder vergast). Informierte Kreise berichten von 500.000 getöteten Tieren im Jahr!

Viele Tierschützer sind gezwungen über den Zustand der Fourrieres zu schweigen, da sie Angst haben keine Tiere mehr zur Vermittlung ausgehändigt zu bekommen. Hier mal der Link zu einem Brief von einem Fourriere-Leiter!

Am schlimmsten ist es in den zu Frankreich zählenden Ländern Martinique, Guadeloupe, Saint Martin, Réunion und Mayotte. Wohlbemerkt, dass hier die Französischen Gesetze gelten!

Grausamkeiten StraßenhundWer zum Beispiel einen Traumurlaub auf Martinique verbringen möchte, finanziert nichts ahnend die Tötung von Straßentieren. Diese wird nämlich von Steuern aus der Tourismusindustrie finanziert. Tierfänger locken die Tiere mit Futter an, betäuben sie, schmeißen sie auf den LKW und fahren mit ihnen zur Tötungsstation. Viele sind stolz darauf wenn sie mehr als 100 Tiere pro Tag töten konnten.

Auf Réunion gibt es die meisten Straßenhunde. Diese werden eingefangen und als lebende Haiköder verwendet. Man steckt sie an Angelhaken, verstümmelt sie, damit das Blut die Haie anlockt, und wirft die schreienden Bündel über Bord. Diese Haifischfütterungen werden teils touristisch vermarktet, wie andernorts das „whale watching“. Es gibt Leute, die für dieses grausige Schauspiel zahlen.

Meine Lieben, ich wüsste noch so viel mehr zu schreiben, aber ich kann nicht mehr! Ich hoffe das die, die mich nie verstanden haben, nun verstehen warum ich mich vegetarisch ernähre und warum ich Tiere aus dem Tierschutz habe.

image001Teilweise habe ich mir um die Richtigkeit zu gewährleisten, Infos von anerkannten Tierschutzorganisationen besorgt!

 

 

 

 

 

You Might Also Like

16 Comments

  • Reply Ulli 24. Juni 2015 at 12:27

    Hey!
    Super Post. Wirklich wahnsinnig wichtig, dass sowas gezeigt wird!!!!
    Ich würde nur gerne etwas ergänzen. Ich hoffe das kommt nicht rüber als „man kanns auch niemandem rechtmachen“. Ich war selbst ein paar Jahre Vegetarierin bevor ich Veganerin wurde, weil ich über die Milch und Eier Industrie total schlecht informiert war. ich dachte mir immer „Bio und passt schon“ ohne zu wissen, dass für Milchprodukte und Eier eigentlich genauso viele Tiere leiden und sterben wie für Fleisch. Ja, das glaubt man am Anfang gar nicht … aber leider ist es so … Männliche Küken werden geschreddert, die Kälber der Mutter weggenommen und zu Kalbsschnitzel verarbeitet, die Milchkühe jährlich brutal geschwängert und nach einem Leben als lebendige Milchmaschine ebenfalls gegessen. Im Nachhinein hätte ich mir gewünscht, mich hätte früher jemand aufgeklärt, oder ich hätte mich früher dazu entschlossen, mich mal selbst zu informieren.
    Ich hoffe, meine Message kommt nicht falsch rüber!
    Vegetarier werden ist ja definitiv auch schon mal ein richtiger Schritt. 🙂
    Ganz liebe Grüße,
    Ulli

    • Reply beccs@ruhrstyle 24. Juni 2015 at 13:30

      Hey Ulli,

      ich freu mich über deinen Kommentar und finde deine Anmerkungen sehr wichtig und ebenso richtig. Aus diesem Grunde habe ich mich auch vor ein paar Tagen dazu entschieden fortan vegan zu leben. Natürlich wäre es überheblich mich nach dieser kurzen Zeit als Veganerin zu bezeichnen, aber ich gebe mein bestes dies durchzuhalten.

      • Reply Ulli 24. Juni 2015 at 13:32

        Oh wie cool 🙂 Finde es total super, dass du diese Konsequenzen ziehst! 🙂
        Und ja, im Prinzip braucht es ja auch kein Labeling.
        Bzw. hats bei mir auch echt gedauert, bis ich mich getraut habe, mich als Veganerin zu bezeichnen. Mittlerweile mache ich es mit Stolz 😀
        Alles Liebe!

  • Reply heimatPOTTential 15. Juni 2015 at 17:15

    Boah, mir laufen echt die Tränen runter. Und an das Video hab ich mich noch nicht mal rangetraut 🙁

    • Reply beccs@ruhrstyle 15. Juni 2015 at 20:06

      Das Video ist auch kaum zu ertragen, aber leider die Realität!

  • Reply liebe was ist 15. Juni 2015 at 11:18

    ein sehr mutiger Beitrag, den ich absolut unterstützenswert finde!
    ich war vierzehn Jahre lang Vegetarierin … als ich vor zwei Jahren dann ein Foto auf Facebook entdeckt habe, dass einen Orang Utan zeigte, der bei der Rodung des Regenwaldes in dem er lebte, schreckliche Verbrennungen erlitten hatte und das Gesicht vor Schmerzen und Leid verzog, fing ich an mich noch mal mehr mit der derartigen Ausbeute und Qual von Tieren zu beschäftigen … ich zog daraus die Konsequenz noch einen Schritt weiter zugehen und wurde vegan …

    ein wirklich guter Post!

    <3 Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/

  • Reply Steffi 15. Juni 2015 at 7:41

    Sehr guter Post, BRAVO!! Ich lehne Fleisch, Wurst und Milchprodukte ab. Wenn mich jemand fragt was ich bin, dann antworte ich: In erster Linie ein Mensch! Einer, der alles essen DARF aber nicht WILL! Mein Bauch ist kein Friedhof, sondern ein Garten 🙂 In diesem Sinne, drück dich Beccs! Bin stolz auf dich!

    LG Steffi

    http://www.redseconals.com

    • Reply beccs@ruhrstyle 15. Juni 2015 at 9:08

      Danke Steffi!!! Ich freue mich wirklich so sehr, dass der Post nicht auf Ablehnung stößt. Ich hatte da ja wirklich bedenken. Deinen Spruch muss ich mir übrigens merken! Den find ich super!

  • Reply Minnja 14. Juni 2015 at 21:12

    OMG das tut weh. Ich lebe seit meinem 14ten Lebensjahr fleischlos und liebe Tiere. Ich verstehe sowas nicht, es ist teuflisch. Danke für den Post – du klärst auf!

    Love Minnja – minnja.de

    • Reply beccs@ruhrstyle 15. Juni 2015 at 19:57

      Hallo Minnja, ich kann auch absolut nicht verstehen, dass Menschen was dies betrifft oft völlig gleichgültig agieren. Aber ich bin sehr froh, dass der Trend zu Veggie geht und hoffe, dass es nicht nur ein Trend bleibt.

  • Reply Katharina 14. Juni 2015 at 16:25

    Wahnsinn, was für ein starker und authentischer Beitrag – Chapeau! Vielen Dank, dass du deine Gedanken so ehrlich teilst.

    Liebst
    Katharina

    http://casualchic.eu/

    • Reply beccs@ruhrstyle 14. Juni 2015 at 16:36

      Liebe Katharina, ich freue mich sehr über dieses positive Feedback. Ich habe lange überlegt ob ich diesen Post schreiben soll, da sich manche Menschen leider schnell angegriffen fühlen. Aber wie sagt man immer: Was raus muss muss raus…

  • Reply Who is Mocca? 12. Juni 2015 at 21:08

    Oh Gott, die Bilder zerreißen mir das Herz :(. Ich bin auch seit langem Vegetarier und wage jetzt noch den letzten Schritt zum veganen Leben.

    Liebe Grüße,
    Verena
    whoismocca.com

    • Reply beccs@ruhrstyle 14. Juni 2015 at 16:34

      Hallo Verena,

      erst einmal freue ich mich, dass du mal bei mir vorbeischaust. Mir geht es wie dir…diese Bilder zu sehen tut unheimlich weh, aber Gott sei Dank haben wir erkannt, dass es so nicht geht!

      viele Grüße

  • Reply Roberta 12. Juni 2015 at 11:03

    Wow, das ist wirklich mutig, richtig und wichtig was du schreibst. Hut ab! Außerdem sehr gut recherhiert und mit Fakten belegt. So ein Beitrag könnte wahrscheinlich noch 1000 Mal länger sein, aber das wichtigste ist gesagt. Ich bin auf jeden Fall froh, nicht zu den Menschen zu gehören, die dieses Leid direkt oder indirekt unterstützen.
    Wirklich, meinen allergrößten Respekt!

    • Reply beccs@ruhrstyle 14. Juni 2015 at 16:29

      Liebe Roberta, vielen Dank für deinen Kommentar. Es tut sehr gut ermutigt zu werden.

    Leave a Reply

    Top