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Ich mach ma so: der letzte Schritt!

26. Januar 2017

Ich fahre die Autobahn runter oder rauf, da ist man sich wohl nie so ganz einig, je nachdem von wo man kommt und atme die Veränderung mit einem leichten Seufzen der Erleichterung ein. Alles fühlt sich nun ein bisschen freier und weitläufiger an, keine Mauern die beengend neben mir herlaufen und ihren langen grauen Schatten werfen. Die Sicht ist völlig ungewohnt klar, der Himmel blau und kein Rauch bläst mehr über meinem Kopf hinweg. Es ist ein wunderschönes Gefühl und dennoch gebe ich zu, dass trotz der Freude über die Veränderung und der Befreiung, ein bisschen Wehmut in mir aufkommt.

Nun gut, was hätte ich auch für ein kaltes Herz, wenn mich eine Trennung nach so einer jahrelangen Achterbahn – Beziehung kalt lassen würde. Wir haben uns schließlich innig geliebt und ebenso heiß gehasst, befanden uns immer irgendwo zwischen Drama und Komödie, zwischen „Ich verpiss mich jetzt für immer und ich kann nicht ohne dich sein“.

Für den letzten Schritt hat uns einfach zu viel verbunden. Zu viel haben wir zusammen durchgemacht und du warst ja auch immer präsent mit deiner kalten, grauen Fassade. Andererseits war uns beiden schon lange bewusst, dass es kein „bis in die Ewigkeit“ für uns beide geben wird. Du warst mir zu hektisch und um dich herum war zu viel lauter Trubel. Ich habe nur auf den richtigen Moment gewartet um dir zu sagen, dass es für mich an der Zeit zu gehen ist. Ja es war meine Entscheidung und ich verstehe, wenn du nun ein bisschen beleidigt bist.

Aber mal im Ernst, es dürfte doch eines sowieso klar sein, wir werden Freunde bleiben und zwischendurch komme ich bei dir bei und wir treffen uns am Baldenysee auf eine Pommes anne Bude bei richtig töften Wetter. Du bist meine Heimat und dat wirste auch imma bleiben und jetzt klopf ich ma rhytmisch aufn Tisch und mach ma so und zumindest jeder Ruhrpottler weiß jetzt, dat wars, weil ich muss los!

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1 Comment

  • Reply Christine 30. Januar 2017 at 11:35

    Was für ein schöner und melancholischer Text!

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